Running

Meine schönsten Laufgründe

10. März 2017
Meine schönsten Laufgründe

Früher mochte ich Ausdauersport überhaupt nicht. Ich habe ihn eher schon fasst gehasst. Ich war nie unsportlich, aber ich wäre halt nie freiwillig ne Stunde am Stück laufen gegangen. Angefangen richtig zu Laufen habe ich dann irgendwann, weil ich mich nicht mehr ganz so wohl in meiner Haut gefühlt habe. Während des Studiums war Sport noch recht einfach in den Tagesablauf zu integrieren. Mit dem Rad zur Uni und nachmittags mal ne Runde inlinern oder auch ins Fitnessstudio. Damals kannte ich den Spruch „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ noch nicht. Das heißt, ich war lediglich ein „Schönwetter-Draußen-Sportler“ 🙂

Mit dem Start ins Berufsleben hatte sich aber einiges geändert. Ich saß den ganzen Tag vor dem PC, der Süßigkeiten-Vorrat der Abteilung befand sich in meinem Büro und meine sportlichen Aktivitäten hatte ich auf ein Minimum reduziert… Nun ja, irgendwann hat sich das eben mit 2-3 kg mehr auf den Hüften bemerkbar gemacht. Also musste ich einfach etwas mehr tun als ab und zu bei Fitnesskursen mitzumachen. So fing ich notgedrungen an zu joggen. Das Laufen hat sich aber erst nach einiger Zeit zu einer gewissen Leidenschaft entwickelt. Mittlerweile gibt es für mich aber und also mehrere Gründe, warum Laufen für mich wunderschön ist 🙂

 

Den Alltag verarbeiten

Wir setzen uns jeden Tag mit so viel Stress auseinander, lassen berufliche und private Dinge manchmal etwas zu nah an uns ran. Zumindest geht es mir oft so. Mein Kopf ist voll von Dingen und ich bin trotzdem (oder grade deswegen) irgendwie zu starr um richtig zu handeln. Ich komme in meinen Gedanken nicht von der Stelle. Spätestens dann ist es allerhöchste Eisenbahn, dass ich mir die Kopfhörer schnappe und meine Laufschuhe schnüre. Raus vor die Tür und einfach loslaufen. Wenn ich laufe kann ich Dinge, die mich beschäftigen, verarbeiten. Es ist fast so, als bräuchte mein Kopf den Sauerstoff um wieder arbeiten und Lösungen finden zu können. Ich bin dann nicht mehr steif, sondern produktiv und habe Ideen, was ich tun kann. Läufern wird ja oft nachgesagt, dass sie vor Problemen davonlaufen. Auf eine gewisse Art und Weise ist dies vielleicht auch so, aber ich bezeichne es eher als eine Art „sich frei laufen“!

 

Laufen macht glücklich

Wenn ich meine Musik anhabe, laufe und meinen Gedanken freien Lauf lassen kann, dann merke ich meist spätestens nach 2km, dass ich ein Grinsen auflege. Ich fühle mich gut, ich fühle mich fit. Es gibt natürlich auch Tage, an denen ich mich richtig aufraffen muss zu Laufen. Tage, an denen das Sofa so laut nach mir ruft (so laut, dass ich auch manchmal nachgebe). Aber ich weiß ja auch ganz genau, wie stolz ich später sein werde, dass ich es durchgezogen habe! Und, dass ich mich einfach richtig gut fühlen werde, wenn ich nach dem Laufen unter der Dusche stehe! Das Runnershigh lässt grüßen 🙂

 

Laufen hält gesund

Ja, aus vielerlei Hinsicht. Natürlich ist es gesund sich zu bewegen, es kurbelt den Stoffwechsel an etc. An mir selbst sehe ich aber auch, dass es wirklich zur Stärkung meines Immunsystems beiträgt. Zwar erwischt mich eigentlich jedes Jahr eine Erkältung, aber ich bin längst nicht mehr so anfällig wie früher. Aber es ist ja auch logisch, die frische Luft, unterschiedliche Temperaturen, Nässe…der Körper lernt all diese Faktoren zu verarbeiten.

 

Laufend die Natur erleben

Als Teenager bin ich ja überhaupt nicht gern durch die Wälder gegangen… mittlerweile kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Draußen in der Natur ist es einfach wunderschön. Und jede Jahreszeit hat etwas ganz Besonderes. Zwar laufe ich am allerliebsten im Frühling, weil ich nicht so viele Klamottenschichten tragen muss und „relativ frei“ laufen kann. Aber eigentlich hat jede Jahreszeit ihren Charme.

Zwar hängt es etwas vom Schuhwerk ab, aber ich finde es wunderschön auf einer leichten Schneedecke zu laufen. Wenn alles weiß ist und keine Spuren vor mir den Schnee gezeichnet haben. Dann lege ich sogar kurz meine Kopfhörer ab und höre dem knirschenden Schnee unter meinen Schuhen zu. Wenn mir dann noch (wenige!!) dicke Flocken ins Gesicht fallen… Herrlich! Winterwonderland. 🙂

Im Frühling und im Sommer laufe ich am liebsten. Die Klamottenwahl fällt nicht schwer. Die Gerüche der Natur sind intensiv, belebend und zugleich beruhigend! Ich liebe den Duft nach frisch gemähter Rasen und frisch gemachten Heu. Das ist einfach Natur pur! Im heißen Sommer genieße ich natürlich auch den erfrischenden Sommerregen 🙂

Im Herbst zu Laufen ist so eine Sache. Wenn es schüttet wie aus Eimern, dann ziehe ich definitiv die Couch vor! Da fühle ich mich besser, als bei solch schmuddel-Wetter innerhalb der ersten 50 Meter schon klatschnass zu sein. Regnet es dagegen nur ein wenig, versuche ich dem Wetter zu trotzen und genieße die unterschiedlichsten Farben und Facetten der Natur. Zum Glück erleben wir aber ja auch immer mal ein paar Tage „goldenes Herbstwetter“ 🙂

 

Laufen erlaubt kleine Sünden

Wenn ich laufe, kann ich mir auch ohne schlechtes Gewissen die ein oder andere kalorienreiche Sünde erlauben. 🙂 Definitiv auch ein Bonuspunkt!

 

Und welche sind deine schönsten Gründe, die dich zum Laufen bewegen? Ab damit in die Kommentare 🙂

 

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply Julia 25. März 2017 at 11:52

    Generell mag ich am Sport, dass man einfach so schön abschalten kann und mal den Kopf freibekommt. Es hilft mir runter zukommen, mich abzureagieren oder den Boden der Tatsachen wiederzufinden. Am besten gefällt mir übrigens der Moment unter der Dusche, wenn man froh ist, sich bewegt zu haben und sich einfach wohlfühlt.

    • Wiebke
      Reply Wiebke 25. März 2017 at 13:06

      Liebe Julia, das stimmt, es hilft eigentlich bei jeglichem Gemütszustand 🙂 Abreagieren ist übrigens ein sehr, sehr gutes Stichwort von dir 🙂 Liebe Grüße, Wiebke

  • Reply Sandra 26. März 2017 at 17:15

    Hallo Wiebke,

    sehr schöne Gründe zum Laufen hast Du da.
    Ich finde es immer sehr wichtig sich selber zu sagen warum man das tut. Was das positive ist an dem Sport den wir betreiben. Ich habe selber immer große Probleme gehabt mich zu motivieren und seitdem ich mit meinem Blog gestartet bin, geht es auch bei mir besser. Über den Sport zu schreiben motiviert ungemein! 🙂

    LG
    Sandra

    • Wiebke
      Reply Wiebke 26. März 2017 at 19:38

      Liebe Sandra, vielen Dank 🙂 Ich bin zwar noch in den Anfängen beim Bloggen, aber ich habe auch das Gefühl, dass es nochmal motivierend wirkt:)

  • Reply Rieke 15. April 2017 at 14:28

    Laufen hält gesund finde ich mit den besten Grund. Ich esse nicht immer gesund und da tut es mir total gut mal Sport zu machen. Der Beitrag ist echt sehr motivierend. =)

  • Leave a Reply