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Tennis als Ergänzung zum Laufen?

10. April 2017
Tennis Intervalltraining

Als kleines Kind haben wir zu Hause oft Tennis im TV geschaut, da mein Dad von diesem Sport begeistert war und ihn auch hobbymäßig gespielt hat. Ich habe mich anstecken lassen und war hin und weg von Steffi Graf. Ich wollte unbedingt so werden wie sie! Ich wollte Tennisspielerin werden! Und was sich ein kleines so Kind in den Kopf setzt… 😉 So hab ich mir öfters Papas Tennisschläger geschnappt und hab mit oder gegen unsere Garage gespielt (wie auch immer man es bezeichnen mag 🙂 ) Irgendwann wollte ich dann richtig spielen, im Verein. Also nahm ich an einer Schnupperstunde teil. Allerdings fand ich die Übungen total langweilig. (Denn ich hatte ja schon mal einen Schläger in der Hand gehalten… – Geduld war wohl auch als Kind schon nicht meine Stärke.) So beschloss ich, dass ich das nicht machen wollte.

Den Wunsch „Tennis spielen zu können“ habe ich aber scheinbar nicht ganz aus meinem Kopf gekriegt! So dass ich vor etwa 1 1/2 Jahren angefangen habe im Verein zu spielen. Zu dem Zeitpunkt bin ich aus der Stadt wieder aufs Land gezogen und dachte mir, auf dem Land wird es noch einigermaßen bezahlbar sein! So kam es dann, dass ich mit 30 eine neue Sportart erlernte. Ich war quasi die älteste Anfängerin im Verein. Aber, warum nicht!? Jeder hat ja mal angefangen! 🙂 Auch wenn ich es absolut nicht drauf hab – es macht mega Spaß! Auf der einen Seite ist es ein komplett anderer Sport, auf anderen Seite unterstützt mich dieser Sport aber auch beim Laufen:

 

Tennis versus Laufen als Ausgleich

Für mich ist Sport der perfekte Ausgleich zu meinem Bürojob, bei dem ich nonstop vor dem PC sitze. Faszinierend finde ich, wie unterschiedlich verschiedene Sportarten auf die Psyche und auf die Verarbeitung von Dingen wirken. Beim Laufen stöpsel ich mir meine Kopfhörer ins Ohr und laufe los. Ich verarbeite Dinge vom Alltag, oder allgemein Sachen, die mich beschäftigen. Während des Laufens fallen mir auch richtig gute Lösungen ein. Ganz anders ist es beim Tennis. Als wenn mir jemand den Schalter umlegen würde. Ich denke an nichts mehr. Ich vergesse alles um mich rum. Vielleicht liegt es daran, dass ich (versuche) mich auf meine Technik zu konzentrieren, dass ich versuche die Schläge meines Gegners zu antizipieren. Ich bin komplett im und beim Spiel. Ich bin richtig drin gefesselt, ein unbeschreiblich gutes Gefühl! 🙂

 

Tennis als Intervalltraining

Ich habe einen großen inneren Schweinehund! Der macht sich ganz stark beim Intervalltraining bemerkbar. Ich liebe es zu laufen, aber ich laufe immer schön mein gemütliches Tempo. Intervall- bzw. Tempoläufe stehen bei mir so gut wie gar nicht auf der Agenda. Auf der anderen Seite nörgele ich aber auch oft rum, weil ich schon gern ein klein wenig schneller laufen würde. Ich weiß, von nix kommt nix! Aber ich kann mich wirklich nur ganz schlecht durchringen Intervalle zu laufen.

Als ich angefangen habe Tennis zu spielen wurde ich auf einmal schneller. Das macht ja auch Sinn. Vor allem bei den Trainingsstunden merke ich dies. Die Übungen des Trainings sind charakterisiert durch das Abwechseln von hohen und niedrigen Trainingsintensitäten. Auftretende Belastungsspitzen werden durch Pausen unterbrochen. Total anstrengend aber extrem effektiv. 🙂 Zusätzlich betrachte ich das Training als wunderbare Ergänzung zum Laufen, weil ich beim Tennis die Bewegungsgeschicklichkeit und Koordination trainiere.

Wie ergeht es dir? Machst du Intervalltraining? Hast du eine weitere Sportart, die dein Lauftraining unterstützt? Vor ein paar Jahren habe ich in meinem damaligen Fitnessstudio Spinning gemacht. Ich glaube, das verursacht auch einen enormen Tempo-Boost. 🙂